Berliner Morgenpost - 8. Januar 2003

 

Leonardo DiCaprio landet heute in Berlin

Der Mädchenschwarm aus Hollywood wirbt in der Hauptstadt für seinen Film «The Gangs of New York»

von Patrick Goldstein

Die Mütter von Leonardo-DiCaprio-Fans sind gut beraten, ihren Töchtern heute Morgen extrawarme Kleidung und andere Erkältungsvorbeuger herauszulegen: Vom Nachmittag an bis Freitag früh wollen DiCaprio und Regisseur Martin Scorsese zur Promotion ihres Films «The Gangs of New York» in Berlin weilen, und viele Anhängerinnen werden wohl wieder etliche Stunden vor dem Hotel Four Seasons verbringen, um einen Blick des Burschen aus Los Angeles zu erhaschen. Nicht mit dabei wird Cameron Diaz sein, die ebenfalls im Film mitspielt.

«Unsere Gäste kommen mit einer Privatmaschine nach Berlin», sagte gestern Peter Schulze, Eventmanager des Verleihers Twentieth Century Fox. Erfahrungsgemäß landet die Filmprominenz in Tempelhof, wo die Eintreffenden unauffällig an Trubel und Fans vorbeigeleitet werden können.

Wie hoch die Fox ihren Film und den Aufenthalt der zwei Stargäste in Berlin einschätzt, beweist der Besuch des Deutschlandgeschäftsführers Vincent de la Tour, der DiCaprio und Scorsese abholen wird. «Für den Ankunftstag haben wir noch keine feste Planung», sagte Peter Schulze, «wir lassen uns ganz auf die Wünsche der beiden ein.» Ob Diskobesuch oder mondänes Abendessen - man sei vorbereitet. Eine Stadtrundfahrt allerdings werde kaum auf dem Programm stehen. «Beide waren schon in Berlin und kennen die Stadt.»

Am Donnerstag beginnt für den Regisseur und seinen Star der anstrengende Teil des Berlin-Aufenthaltes. Ab 10 Uhr stehen sie den Medien auf eigens angemieteten Zimmern des Four Seasons für Gespräche zur Verfügung. Nach dem Mittagessen geben sie um 14 Uhr im Haus eine Pressekonferenz. Am Freitag reisen die beiden weiter und rühren in Rom die Werbetrommel.

Dort, im Viertel «Cinecittà», entstand ihr 165-Minuten-Epos, das der Abschlussfilm der diesjährigen Berlinale sein wird und am 20. Februar in deutschen Kinos startet. Kameramann der Geschichte um Korruption und Bandenkriege im New York des 19. Jahrhunderts ist der Berliner Michael Ballhaus.

Thanks Shaolin !

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