Hit! Interview

 

10 Fragen an

Leonardo DiCaprio

Er gibt selten Interviews und stellt sich nur ungern den Fotografen. Für Hit! hat Jungstar Leonardo DiCaprio eine Ausnahme gemacht!

 

Wen spielst du in deinem neuen Film "The Quick and The Dead?

Ich spiele die Rolle eines hochnäsigen Revolverhelden. Er hat den besten Schuß der ganzen Stadt, und das weiß er auch. Das Interessante an der Sache ist die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Gene Hackman spielt den Vater. Er ist wahnsinning kaltherzig und es ist ihm völlig egal, was mit seinem Sohn passiert.

Was war deine früheste Erfahrung als Star?

Da war ich gerade fünf Jahre alt. Es gab bei uns eine Fernsehsendung für kleine Kinder, die "Romper Room" hieß. Ich wollte unbedingt in diese Sendung. Also fuhr meine Mutter mit mir hin. Aber ich war so aufgeregt, daß ich ein wahres Chaos anrichtete! Ich bin vor die Kamera gelaufen und habe mein Gesicht genau vor die Linse gehalten!

Und wann hast du festgestellt, daß du Schauspieler werden willst?

Obwohl ich beim ersten Casting ziemlich erfolglos war, dachte ich mir, daß ich trotzdem Schauspieler werden will. Als ich dann zehn Jahre alt war, hat mich mein Dad zu einem Casting gebracht, bei dem ich eigentlich die besten Voraussetzungen hatte. Aber als die Leiterin bei dem Vorsprechen meine ausgeflippte Punk-Frisur sah, deutete sie auf mich und rief: "Nein! Nicht diesen Jungen!" Ich habe auf dem gesamten Nachhauseweg geheult, bis mein Vater mich getröstet und mir versichert hat, daß alles in Ordnung sei und ich eines Tages Schauspieler sein würde.

Durch die Schauspielerei hast du ja bestimmt viel von der Schule verpaßt. Was war denn dein schlechtestes Fach?

Auf jeden Fall Mathe! Mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich daran denke. Ich habe es einfach nicht kapiert. Selbst wenn ich mich wirklich auf meinen Hintern gesetzt habe, ist mir die Mathematik nicht in den Kopf gegangen. Zum Glück brauche ich jetzt kein Mathe mehr. Außerdem bin ich froh, daß ich im Gegensatz zu dem, was mir meine Lehrer gesagt haben, etwas aus mir gemacht habe. Die haben nämlich gesagt, daß ich eines Tages auf der Straße enden würde!

Wie alt warst du, als sich deine Eltern scheiden ließen?

Das war noch, bevor ich geboren wurde. Das war auch besser so, denn so habe ich mich von Anfang an daran gewöhnt, nur einen Elternteil um mich herum zu haben. Ich hatte schließlich nicht nur ein Zuhause, sondern gleich zwei. Zwei total unterschiedliche Welten, die ich entdecken konnte.

Hattest du eigentlich eine schöne Kindheit?

Soweit ich mich zurückerinnern kann, waren meine Eltern immer perfekt. Jetzt liegt es an mir, ihnen das auch zurückzugeben und ihnen ein perfekter Sohn zu sein. Ich wäre nicht der, der ich heute bin, wenn sich meine Eltern nicht so perfekt um mich gekümmert hätten. Ich habe viele wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit. Ich bin meiner Mutter wie meinem Vater sehr verbunden.

Hast du deinen Eltern etwas geschenkt, um ihnen deine Anerkennung zu zeigen?

Yeah. Ich will damit jetzt nicht prahlen, aber ich habe meinem Dad ein Auto zu seinem 50. Geburtstag geschenkt. Und nachdem ich den Streifen "The Basketball Diaries" abgedreht hatte, bin ich mit meiner Mutter erst mal in den Urlaub gefahren. Es war total schön, daß ich einmal so viel Zeit mit ihr verbringen konnte.

Ist es dir eigentlich immer noch unangenehm, daß man dich als Sex-Symbol für die jüngere Generation bezeichnet?

Ich bin weiterhin dabei, mehr über die ganze Branche in Erfahrung zu bringen. Ich versuche nicht, mir ein bestimmtes Image zu wahen, denn sonst würde man mich sofort in irgendeine Spalte einordnen. Ein Sex-Symbol zu sein, ist total schwer, denn die meisten Leute sehen nur das in dir und nicht die Arbeit, die ich eigentlich mache. Ich will als Schauspieler bekannt sein und nicht als Sex-Symbol. Denn nur, wenn ich als Schauspieler ernstgenommen werde, bekomme ich auch gute Rollen. Ich mache diesen Job, weil ich die Schauspielerei liebe und nicht weil ich will, daß die Leute mich toll finden.

Denkst du trotzdem, daß du sexy bist?

Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber ich schätze, ich muß wohl irgendetwas an mir haben - wahrscheinlich, weil ich Skorpion als Sternzeichen bin!

Hat dich deine Berühmtheit irgendwie verändert?

Ich glaube, das läßt sich einfach nicht vermeiden. Ich versuche immer, ich selbst zu bleiben, und tief in mir drin bin ich es ja auch geblieben. Aber seit ich in erfolgreichen Filmen mitspiele, werde ich interviewt und man redet plötzlich über mich. Das ist mir zuvor noch nie passiert. Jetzt bin ich plötzlich total gefragt, da ist es doch ganz natürlich, daß das auf mich auch wirkt. Ich kann nur hoffen, daß ich der bleibe, der ich eigentlich bin. Und das schaffe ich mit Sicherheit auch noch!

 

 

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